Radverkehrsförderung in der Gemeinde braucht einen fachlich fundierten Plan, der auf den Wünschen und Anforderungen der RadlerInnen aufbaut, und EntscheidungsträgerInnen, die sich damit identifizieren und an dessen Umsetzung interessiert sind.

All das findet sich nun in der Stadtgemeinde Ternitz: der (erste) Plan unter fachlicher Leitung der Radlobby Schwarzatal und auf Initiative der Grünen Ortsgruppe Ternitz wurde Anfang Mai 2017 der Öffentlichkeit präsentiert. Wenige Tage zuvor wurden die Inhalte des Konzepts bereits mit den EntscheidungsträgerInnen der Gemeinde diskutiert und seitens des Bürgermeisters Unterstützung bei der Umsetzung zugesagt.

Übergabe des Radkonzepts an Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrats

Begonnen haben die Arbeiten aber bereits im Frühling 2016, als die Ternitzer Bevölkerung im Rahmen einer Radbörse am Stadtplatz zum Dialog eingeladen und gemeinsam Schwachstellen im Ternitzer Radwegenetz identifiziert wurden.

In den darauffolgenden Monaten wurde das Stadtgebiet von Ternitz in Korridore unterteilt ein Wunschnetz für Radfahrende entwickelt und dem Bestandsnetz gegenübergestellt. Die so identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten reichen von kleinen Eingriffen wie der Öffnung von Einbahnen für Radfahrende über punktuelle Reorganisation des Straßenraumes zugunsten der Radfahrenden bis hin zu weitreichenden Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie der Einrichtung einer Begegnungszone.

Vorschlag zur Umgestaltung der Franz Dinhobl Straße zur Gunsten des Radverkehrs

Neben der Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur wurden zudem unterstützende bewusstseinsbildende Maßnahmen dargestellt und die Vorteile des Radfahrens für Mensch, Umwelt und die lokale Wirtschaft im Allgemeinen sowie der Stellenwert des Radverkehrs auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene erläutert.

Das Konzept steht hier zum Download bereit: Radkonzept Ternitz (pdf)

 

Holger Heinfellner
Gruppenverantwortlicher der Radlobby Schwarzatal

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Radkonzept Ternitz
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