Die Radlobby Melk hat bereits im Dezember 2024 ihre Vorschläge für mögliche Klimaanpassungsmaßnahmen zur KLimawandel-AnpassungsmodellRegion KLAR! (Melk ist Mitglied) in den Diskussionsprozess eingebracht.
Was ist „Klimaanpassung“ überhaupt?
Bei Maßnahmen zur Klimawandelanpassung sind Kühlungs-, Grün- und Wassermanagement zentrale Themen. Dies hat gute Gründe, um den Aufenthalt (in- und outdoor) erträglich zu gestalten/erhalten, Biodiversität zu erhalten etc. Und das trägt auch dazu bei, das Zurücklegen von Wegen zu Fuß und per Fahrrad attraktiv zu machen/zu erhalten und so in Summe hohe Lebensqualität zu sichern. Das heißt daher auch, dass attraktive Geh- und Radwege Teil der Klimawandelanpassung sind (versickerungsfähige Parkplatze sind wichtig, Verlagerung der Mobilität auf aktive Mobilität ist wichtig – dann kann statt eines Parkplatzes leichter ein Baum gepflanzt werden). Die Bedeutung und das positive Potenzial der aktiven Mobilität und des öffentlichen Verkehrs für das Klima sollte nicht durch eine zu enge Fassung des Begriffs Klimawandelanpassung ausgeklammert werden. Denn viele Klimawandelanpassungsmaßnahmen setzen auch Anreize, die kurzen Wege in der Kleinstadt Melk öfter zu gehen und mit dem Rad zu fahren. Klimaverträgliche Mobilität sollte daher auch als Teil einer Klimawandelanpassungsstrategie verstanden und mitgedacht werden – im Sinne der oben genannten Synergieeffekte.
Vorschläge möglicher Klimaanpassungsmaßnahmen:
* beschattete Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum in bestimmten Abständen (alle 5, alle 10 Gehminuten) flächendeckend vorsehen.
* Überdachte Radabstellanlagen planen: an viel frequentierten Stellen in der Innenstadt schaffen, mit Sitzgelegenheiten kombinieren (Regenschutz, Schattenspender); dafür kann auch natürlicher Häuserschatten gezielt genutzt werden.
* die sich rasch vermehrenden Beton-/Schotterflächen/Schotterinseln im öffentlichen Raum durch Grünflächen ersetzen, z.B. Ärztezentrum, Arbeiterkammer, ÖVP Clubhaus, neue Ärztezentrum … negative Vorbildwirkung!
* Ungenutzte öffentliche Flächen im Stadtgebiet für kleine Klimawälder oder zumindest Blumenwiesen nutzen – statt energie- und arbeitsintensive Pflege durch häufiges Mähen
* Der Trend zur Urnenbestattung führt dazu, dass, mangels Bedarf immer mehr Grabstellen unbelegt bleiben. Das bietet die Chance und den Platz am Friedhof Wiesenflecken mit Sitzbänken samt schattenspendenden Bäumen zu schaffen. Für das in hohem Maße alte Publikum am Friedhof sicher eine Erleichterung.
* Klimaanpassung nicht nur auf öffentliche Flächen beschränken – auch in Richtung Privatgrundstücke/-gärten Bewusstseinsbildung, Anreize, Anleitung für zurückhaltende Bodenversiegelung – um von der „Normalität“ der asphaltierten/betonierten Zufahrts- und Vorbereiche, Gehwegen im Garten und Aufstellflächen für Gartengarnituren auf Privatgrundstücken etc. wegzukommen.
