Schrittweise zurück zum natürlichen Schulweg.

Die wochenlangen Ausgangsbeschränkungen haben eines gezeigt: Alle Menschen haben einen starken Bewegungsdrang – besonders die Kinder! Im Zusammenhang mit der allgemeinen Schulöffnung am 18. Mai wird sich auch in der Alltagsmobilität zeigen, ob und was wir aus der Corona-Krise gelernt haben.

Der Bund fordert eine schrittweise Öffnung der Schulen und Schulbus-Konzepte. Die Radlobby Melk plädiert zusätzlich für ein Konzept zurück zum „schrittweise Schulweg“. Das Elterntaxi sollte unbedingt vermieden werden. Jede Familie, jede Einzelperson kann hier einen alltäglichen Beitrag für sich und die Gesellschaft leisten: Durch das Gehen und Radfahren zur Schule können die Kinder den aktuell notwendigen Mindestabstand  problemlos einhalten. Zusätzlich trägt das Gehen und Radfahren nachhaltig zur Verkehrsberuhigung sowie dem aktiven Erleben der Stadt bei und fördert die Gesundheit, was angesichts entfallener Turnstunden noch bedeutsamer ist.

Für einen Großteil der Kinder im Kindergarten,  sowie der SchülerInnen der Volks- und Mittelschule, bietet Melk als die Stadt der kurzen Wege optimale Voraussetzungen um zu Fuß oder dem Fahrrad in die Schule zu kommen. Die Tage und Woche vor Schulanfang – egal, ob ausnahmsweise im Mai oder wieder regulär im Herbst –  sind ideal, um mit den Kindern den Schulweg mehrmals zu üben und so eine sichere Teilhabe am Verkehr zu erlernen.

Gerade der Frühling lädt zum Gehen und Radeln ein – wobei nicht nur der ausreichende Mindestabstand zwischen Gehenden und Radfahrenden wichtig ist. Die Radlobby Österreich setzt sich schon seit längerem dafür ein, dass Autofahrerinnen und Autofahrer beim Überholen von Radfahrern einen sicheren Seitenabstand von  mindestens 1,5 Meter einhalten.

In Melk – und nicht nur hier – sind in den letzten Wochen mehr RadfahrerInnen auf den Straßen unterwegs.  Auch mehr Familien mit Kindern. Es wäre toll, wenn diese Menschen das Radfahren nun auch in den Alltag integrieren – auf dem Weg zur Arbeit und in die Schule.

Eingeholte Statements:

Die Radlobby hat Schulen, einzelnen PädagogInnen und Elternvereine um eigene Statements zur obigen Aussendung gebeten und folgendes erhalten:

„Auch ich bin begeisterte Radfahrerin und fahre beinahe täglich mit dem Fahrrad zur Schule. Durch meine Arbeit in der Nachmittagsbetreuung „Löwenhöhle“ sehe ich wie wichtig Bewegung für die Kinder ist. Vor allem in der Sommerferienbetreuung wandern wir jeden Tag mit den Kindern in der Umgebung von Melk. Dies hat zur Folge, dass die Kinder durch die viele Bewegung erkennbar ausgeglichener werden und den bewussten Umgang im Straßenverkehr erlernen.“

Verena Thöni, Diplomierte Sozialpädagogin – Leiterin der Nachmittagsbetreuung „Löwenhöhle“

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Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule – Die Chancen zur Veränderung nutzen
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