Es diskutierten Vertreter der Parteien, Wirtschaftstreibenden und Verkehrsexperten.

   

Veranstalter war die
Plattform lebenswertes Waldviertel.

Die Radlobby NÖ begrüßt alle Initiativen, die dazu führen, dass nachhaltige Mobilität gefördert wird und die Vernichtung der Lebensräume, der Äcker, Wiesen und Wälder verhindert wird. Weniger Autoverkehr führt auch dazu, dass Radfahren sicherer wird.

Die Aufzeichnung der sehr interessanten Veranstaltung
ist auf Youtube abrufbar (Link in ein neues Fenster kopieren):
https://www.youtube.com/watch?v=Otn0-EtoCW0

Bericht zur Veranstaltung:

Am Podium waren die Verkehrssprecher aller im Landtag vertretenen Parteien eingeladen. Bis auf die FPÖ wurde von jeder Partei eine Person entsendet:
LAbg.Jürgen Maier – NÖ Landtag ÖVP – Verkehrssprecher, LAbg. Josef Wiesinger – NÖ Landtag SPÖ (Vertretung von Gerhard Razborcan), LAbg. Helmut Hofer-Gruber – NÖ Landtag NEOS (Vertretung von Edith Kollermann) NR Martin Litschauer – GRÜNE (Vertretung von Helga Krismer)
Wir haben uns bemüht, auch einen Vertreter von der FPÖ zu bekommen (vorzugsweise den Verkehrsprecher) und haben schlussendlich auch LR Waldhäusl auf das Podium eingeladen, nur reagierte dieser überhaupt micht mehr auf unsere vielen Einladungsversuche. Die Darstellung mancher Medien, „LR Waldhäusl wurde ausgeladen“, stimmt so nicht!
Neben den Politikern saßen noch folgende Personen am Podium: Reinhart Blumberger – Obmann der Wirtschaftskammer Waidhofen/Th, der Verkehrsexperte Harald Frey von der TU Wien, Fritz Gurgiser vom Transitforum Austria und als Vertreter der Unternehmer Johannes Gutmann von Sonnentor.

Geschätzte 600 Personen kamen zur Veranstaltung, der Stadtsaal war in beiden Etagen komplett gefüllt! Selbst von Mühl- und Weinviertel kamen Besucher angereist.
Für die Begrüßung und die einleitenden Worte war Thomas Kainz, Gründer der Plattform, zuständig. Anschließend hielt Dietrich Waldmann ein kurzes Referat über den EU-Klimanotstand und den Spielraum aus Sicht des Klimawandels. Moderator Ernst Wurz hat dann insgesamt 3 Durchgänge geleitet, bei welchen die Diskutanten der Reihe nach in jeweils 2 Minuten ihre Statements abgeben konnten. Ein Großteil der Zeit wurde aber dem Publikum gewidmet, welches Fragen an die Podiumsteilnehmer stellen konnte. Es gab sehr viele Wortmeldung und es war aus Zeitgründen leider unmöglich, alle Personen zu Wort kommen zu lassen.
Bei den Besuchern waren die Autobahnkritiker deutlich in der Überzahl, die Stimmung war etwas aufgeheizt, aber dennoch konnte auf sachlicher Ebene diskutiert werden. Der Moderator war jedenfalls sehr um eine faire Diskussion bemüht.
Jürgen Maier und Reinhart Blumberger haben sich als klare Befürworter der Autobahn deklariert, bei den Vertretern von SPÖ und NEOS war anfangs nicht klar, auf welcher Seite sie stehen, aber man konnte bei beiden heraushören, dass sie keine Verfechter der Autobahn sind. Klar gegen die Autobahn Stellung bezogen haben Martin Litschauer von den Grünen, Harald Frey, Fritz Gurgiser und Johannes Gutmann.

Der Grundtenor: Alle wollen, dass im Waldviertel etwas weitergeht. Alle sind für den Ausbau der Öffis, vor allem für eine Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn. Und niemand möchte Transitverkehr in die Region holen. Es wird auch immer wieder erwähnt, dass es nicht gänzlich mit der Bahn gehen wird und daher ein gut ausgebautes Straßennetz unverzichtbar ist. Daher sollte auch endlich die E49 fertig ausgebaut werden. Die meisten sehen dabei die Autobahn als keine geeignete Lösungsansatz für die Region und außerdem dadurch die vielen Qualitäten des Waldviertel bedroht.
Es gibt also auch durchaus eine Schnittmenge bei den Befürwortern und Kritikern der Autobahn. Darauf werden wir aufbauen (zB. Bahn) !
Alles in allem sind wir immer noch überwältigt von dem guten Verlauf der Veranstaltung, welche sicher bis nach St. Pölten hohe Wellen schlagen wird.
Dennoch dürfen wir uns nicht in Sicherheit wiegen, werden nicht locker lassen und uns weiter für ein autobahnfreies Waldviertel einsetzen.

Es großer Dank ergeht an die vielen HelferInnen, an die vielen BesucherInnen der Veranstaltung und schließlich an alle, die sich weiter informieren und unsere Themen in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis weitertragen. Nur so kommt es zur öffentlichen Diskussion über die Sinnhaftigkeit der geplanten Waldviertelautobahn, nur so kann Bewegung in den schon längst überfälligen Modernisierungsprozess der Franz-Josefs-Bahn kommen. Die ca. 5 Milliarden Euro, die eine Waldviertelautoahn in etwa kosten würde, könnten weit sinnvoller in der Region angelegt werden!

Die gesamte Veranstaltung wurde aufgezeichnet (es gab so gar einen Livestream) und kann auf unserem Youtube Kanal abgerufen werden: Dazu einfach diesem Link folgen.
Wir können nur alljenigen, die nicht bei der Veranstaltung dabei waren empfehlen, dieses Video anzusehen!

Es gibt zahlreiche Presseberichte über die Veranstaltung, hier ein paar Links zu den Artikeln:
NÖN Waidhofen
Kronenzeitung
Tips.at
Bezirksblätter Waidhofen

Für den Bericht
Florian Kainz
Plattform Lebenswertes Waldviertel

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Filmbericht von der Podiumsdiskussion am 28. Feb. 2020 im Stadtsaal Waidhofen/Thaya
Zukunftsfähige Alternativen zur Waldviertelautobahn