Ob groß, ob klein, zur Fortbewegung muss es ein Fahrrad sein!

Die Familie Lux besitzt eine bunte Vielfalt an Rädern, ein Longtailrad für den Kinder- oder Lastentransport mit E-Unterstützung, ein bequemes Tiefeinsteiger-E-Bike und Woom-Räder für die Kinder. Monika und Sebastian Lux ist es nicht nur ein Anliegen diese tolle, gesunde Fortbewegungsmöglichkeit den Kindern Anette und Erik zu vermitteln, sie sind selbst auch voll überzeugt davon, dass das Fahrrad im Ort und in der Region ganz einfach das unschlagbar beste Verkehrsmittel ist.

Das Lastenrad wird in der Familie “Feuerstuhl” bezeichnet, weil es mit E-Unterstützung so eine tolle Beschleunigung hat, wenn man das will.

Im Ort wird nur das Fahrrad genutzt. Um die Kinder umweltfreundlich in den Kindergarten bringen zu können, gab es zuerst einen Radanhänger, später wurde das Longtail-Lastenfahrrad angeschafft, damit es die Kleinen bequemer hatten. Anette geht mittlerweile schon in die vierte Klasse Volksschule und macht in wenigen Tagen die Radfahrprüfung. Sie freut sich schon riesig darauf, selbständig zur Schule radeln zu dürfen. Sebastian Lux meint: “Im Ort gibt es kein besseres Verkehrsmittel! Mit dem Rad bin ich am schnellsten am Ziel und habe keine Parkplatzsorgen.”

Auch am Zweitwohnsitz in der Steiermark, im Urlaub oder bei Ausflügen in der Region, die Räder sind immer mit dabei.

Auf die Frage, was Anette am Radeln besonders mag, sagt sie spontan: “Den Wind im Gesicht und in den Haaren!”

Für Erik war das schönste Raderlebnis die Tour von Wolkersdorf nach Bratislava. Die sind sie über weite Strecken im Regen geradelt. “Das hat mir Spaß gemacht”, erzählt Erik mit einem breiten Lachen im Gesicht.

Monika berichtet von der tollen Radinfrastruktur in Schleswig Holstein, wo sie den letzten Sommerurlaub waren. “In den Orten ist sehr gute Radinfrastruktur eine Selbstverständlichkeit. Außerorts gibt es überall straßenbegleitende Radwege oder andere tolle Verbindungen. Da fühlt man sich sicher, auch mit Kindern!”

 

Auch in Wolkersdorf schätzt die Familie die guten Verbindungen in der Anzengruberzeile und die Verlängerung entlang vom Rußbach in der Dr. Werner Katzmann Prommenade. Sebastian nennt auch den Mehrzweckstreifen zu Beginn der Alleegasse. “Da hat man genügend Platz. Die Alleegasse zwischen Ortseinfahrt und Bahnstraße hätte man radfreundlicher gestalten können. Eine Variante war wegen einer sehr restriktiven Position des Verkehrssachverständigen nicht möglich. Bei gutem Willen wäre auch Platz für einen eigenständigen Geh-und Radweg gewesen. Und zwischen Bahnstraße und Johannesgasse gibt es in der Alleegasse weder Tempo 30, noch eine andere Radinfrastruktur, wo man sich einigermaßen sicher fühlen könnte”, führt Sebastian aus.

Als Mann der Wirtschaft würde er sich auch ein verkehrsberuhigtes Zentrum in Wolkersdorf wünschen, nicht nur für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, auch für die Wirtschaft. “Dass Autofahrende die besseren Kunden im Ort sind, stimmt nämlich nicht. In Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen haben nicht nur die Anrainer eine bessere Lebensqualität, auch die Wirtschaft profitiert, wie viele Beispiele in Österreich zeigen, nicht nur in der Mahü in Wien. Die gepflasterten Schwellen im Zentrum von Wolkersdorf sind nicht nur für die Stadtgemeinde erhaltungsintensiv, sie sind auch äußerst unbequem zum Radeln”, so Sebastian, der Ortsvorsteher in Wolkersdorf ist. Neben Überzeugungskraft in der eigenen Fraktion braucht man dazu natürlich auch die finanziellen Mittel.

Dass die Zeit für eine attraktive, verkehrsberuhigte Hauptstraße mehr als reif ist, findet auch die Radlobby. Das Mobilitätskonzept hat da schon in Grundzügen die notwendigen Änderungen vorgegeben. Die Zeit ist reif, auch die ersten Schritte zu setzten.

Was die Radlobby besonders freut, ist, dass ein Politiker in seiner Vorbildfunktion so ein überzeugter Radfahrer ist. 👏

Sie wünscht der Familie Lux noch viele schöne Raderlebnisse, auch wenn es nicht regnet. 😉

Und sollte es einmal soviel regnen, dass man doch nicht radeln möchte, hat die Familie Lux den Bildband “Österreich fährt Rad” und die aktuelle Ausgabe der Radlobby-Zeitschrift Drahtesel von der Radlobby bekommen.

Die Stadtgemeinde Wolkersdorf stellte für die jungen Radler das Buch “Ruwi – Kleine Schnecke auf großer Abenteuerreise” und für die ganze Familie “Tut gut – Wanderweg Wolkersdorf im Weinviertel”.

 

Die Fahrradfamilie
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