Die Promenade ist ein Herzstück der Stadt St. Pölten und kann nicht losgelöst von dieser betrachtet werden. Daher sieht die Radlobby St. Pölten die Promenade als Ausgangspunkt für:

  • Ein umfassendes Radverkehrskonzept in St. Pölten, mit Ausweisung der Anlageart bezüglich der
    Standards der RVS 03.02.13 Radverkehr
    Weniger als ein halbes Jahresbudget für Radverkehr reicht dafür aus. (ab 30.000 Euro)
  • Ausgehend von Promenade wird ein einheitliches und durchgängiges/intuitiv erfassbares
    Radwegenetz ausgerollt.
  • Masterplan für soziale und umweltverträgliche Mobilität für St. Pölten

Das Generalverkehrskonzept und das Stadtentwicklungskonzept der Stadt St. Pölten sind keine ausreichende Grundlage für die Planungen der Promenade, da hier der Radverkehrsanteil übererfüllt wurde.

Zielsetzungen für die PromenadePromenade - Radverkehrskonzept notwendig

  • Klimaschützende und umweltfreundliche Verkehrsmittel werden bevorzugt. Grundlage bildet die
    Mobilitätspyramide. Ziel für St. Pölten: 80 % Umweltverbund, 20 % MIV;
  • Die Infrastruktur für Radfahrende und Zufußgehende wird in höchster Qualität geplant und
    umgesetzt. Öffentliche Verkehrsanbindung ist ein wichtiger Punkt um die Innenstadt barriere- und
    diskriminierungsfrei zu erreichen. Bewährte Planungsgrundsätze wie etwa RVS 03.02.13 Radverkehr
    und RVS 03.02.12 Fußverkehr mit Blick in Richtung Zukunft (weitere Verbesserungen in der neuen
    Fassung der RVS Radverkehr 2020/2021) werden berücksichtigt und priorisiert; auch in Hinblick auf
    weitere Projekte in der Stadt.
  • Keine weiteren Kfz-Parkgaragen in der Innenstadt, da dies dem Ziel einer klimaverträglichen
    Verkehrsplanung entgegenläuft.
  • Der bereits existierende autofreie Bereich innerhalb der Promenade wird auf den gesamten Bereich
    innerhalb der Promenade ausgedehnt.
  • Bezüglich Barrierefreiheit werden entsprechende Stakeholder, Betroffene und RVS 02.02.36
    Alltagsgerechter barrierefreier Straßenraum mit einbezogen und die RVS kinderfreundliche
    Mobilität RVS 03.04.13.
  • Stellplätze für Kfz sollten in der gesamten Promenade vermieden werden, damit ausreichend Platz
    für die wesentlichen Funktionen des Straßenraums vorhanden ist.

Ausgestaltung/Ideen bzgl. St. Pöltner Promenade

  • Hauptradrouten an der Promenade
    Bereiche für Zufußgehende und Radfahrende sind getrennt zu führen.
  • Die Rad-Anbindung in die Stadt und hinaus muss mitgedacht werden.
    Es werden attraktive Verbindungen zu den Radwegen in die Region geschaffen. DURCH die Stadt
    und um die Stadt herum und in die Region.
    Die Verbindung etwa zum Landhaus und zur Josefstraße muss in hoher Qualität gewährleistet sein.
  • Radroute führt die gesamte Promenade entlang, Lastenräder und E-Bikes werden bei den Planungen
    berücksichtigt (siehe auch neue Planungsgrundlagen für die Breiten in der neuen Fassung der RVS
    Radverkehr – Lastenräder als Basis für Herleitung der Breitenverhältnisse für Radinfrastruktur)
    Nur im Bereich der Routenführung der Busse ist eine Fahrspur für Kfz zulässig – gegebenenfalls
    kann auch eine gemeinsame Führung mehrerer Verkehrsarten zulässig sein (Begegnungszone). Die
    Bereiche ohne Fahrspur für Kfz können mit mehr Grünraum ausgestaltet werden.
    Sollte eine Fahrspur für Kfz erforderlich sein wird diese als Einbahnlösung umgesetzt. Diese sollte
    NICHT durchgängig in eine Richtung führen, um den Durchzugsverkehr zu unterbinden. Stichwort:
    Schleifenlösungen
  • Die St. Pöltner Promenade wird eine zentrumsnahe Lebensraumachse ohne Konsumzwang.
  • Die St. Pöltner Promenade wird ein Grünraum- und Biodiversitätsgürtel; Dabei beschränkt sie sich
    nicht nur auf stadtkompatible robuste Bepflanzungen sondern bildet echte „Stadtoasen“ und schafft
    bewusst Nischen für „stadtverträgliche“ Tier- und Pflanzenarten. Die Promenade verbindet
    bestehende Grünräume (Stadtwald, Traisen über Willi Gruber Park, Beserlpark, Bundesländer-Park,
    Friedrich-Schiller-Park, Altoona-Park, Hammerweg, etc.)und erweitert diese.
  • Unter dem Motto „Stadt der Gärten“ werden auch Privateigentümer und Eigentümerinnen
    einbezogen, Wasserelemente werden eingebunden und auch der Mühlbach berücksichtigt; –
    öffentliche Eigentümer und Eigentümerinnen, Wasserelemente – fließendes Wasser und Biotope,
    Mühlbach; Auch die dritte Dimension wird angedacht bezüglich Fassaden- und Dachbegrünungen,
    Bushaltestellen als Biodiversitätsoasen;
  • Der Korridor für die Regionalstadtbahn wird in der Planung und Ausgestaltung der Promenade
    berücksichtigt.

Hier kannst du dich beteiligen:

https://www.st-poelten.at/news/15895-promenadenring-der-zukunft 

Promenadenring – Ring der Zukunft
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