Maria Duringer berichtet von ihrer 4.385 km langen Radtour von Eberschwang nach Porto.

Am Samstag, den 21. März 2026 trafen sich auf Einladung der Radlobby Traismauer 31 Radreisende aus Österreich im Schloss Traismauer zum jährlichen Erfahrungsaustausch.

Den Hauptteil des Erfahrungsaustausches, der heuer zum 2. Mal stattgefunden hat, bildete ein Potpourri aus sieben Reiseberichten. Alle Vortragenden waren mit Fahrrädern ohne Zuhilfenahme von Fremdenergie unterwegs. Die Palette reichte von zielorientierten Sportlern bis Touristen mit gemächlichen Tagesetappen. Vom einfachen Fahrrad über Tandem bis zum 8 kg leichten Gravelbike mit elektronischer Schaltung.

Die Berichterstattung sowie die organisatorischen Vorbereitungen erfolgten ehrenamtlich, wofür sich die Radlobby nochmals herzlich bedankt.

Reiseberichte

Gerhard Friedhuber von der ARGUS Wien berichtete über eine Tandemtour mit seiner Gattin von Wien nach Rom, für die sie sich 35 Fahr- und 48 Kalendertage Zeit nahmen. Dabei gab er Hinweise von „kunsthistorischen Perlen“ bis zu schwierigen Abschnitten auf der 1.879 km langen Route mit 11337 Höhenmeter.

Maria Duringer startete zu Ostern von ihrem Heimatort Eberschwang im Innviertel/OÖ über die Alpen nach Genua, fuhr entlang der Mittelmeer- und Atlantikküste bis Porto, wo die ehemalige Triathletin nach 4.385 km / 32.470 hm und vielen Stadtbesichtigungen sowie Begegnungen zu Pfingsten ankam. 

Robert Kermer von der Radlobby Krems war von Lübeck nach Stralsund mit Abstecher Rügen am Ostseeradweg unterwegs. Er gab aktuelle Tipps zur Anreise per Bahn und stellte QR Codes von hilfreichen Internetseiten zur Verfügung. 

Helmut Schachinger von der Radlobby Ried im Innkreis durchquerte Serbien – Kosovo – Nordmazedonien und knüpfte viele Kontakte mit der örtlichen Bevölkerung. Den „Drei S Tipp“ (Stehen/ Schreien/Steine) gegen Hundeattacken, den er beim letzten Erfahrungsaustausch erfahren hat, konnte er erfolgreich anwenden.

Wolfgang Leberzipf aus Furth b. Göttweig/NÖ berichtete über eine Fahrt mit seinem Sohn von Triest nach Wien über das Kanaltal und seine Erfahrungen mit Navigationssystemen. 

Manfred Roth, ein pensionierter Oberst aus Wr. Neustadt, zeigte seinen eher unkonventionellen Zugang zu Radfahrten, die er auch mitten in der Nacht und bei jedem noch so grauslichem Wetter durchführt. Die Beschreibung der vielen „Hopalas“, die ihm passierten, war kabarettreif.

Ernst Reischauer von der Radlobby Traismauer war gemeinsam mit seiner Gattin entlang des Flusses Eger bis zur Elbe unterwegs. Er lobte die vorbildliche Rad-Infrastruktur, von der sich Niederösterreich noch einiges abschauen kann, und die renovierten Städte im geschichtsträchtigen Sudetenland.

Die Besucher des Erfahrungsaustausches Radreisen im Schloss Traismauer
Schloss Traismauer – Treffpunkt für Radreisende