Die Radlobby Wolkersdorf veranstaltete anlässlich des 30-jährigen Bestehens des 1. Windrades von Wolkersdorf gemeinsam mit der ÖKOENERGIE eine Windradtour via dem Hochleithenwald, Bockfließ, Großengersdorf, Pillichsdorf und wieder zurück nach Wolkersdorf.

Knapp 50 Interessierte starteten bei optimalen Radwetter am Samstag, den 12.9.2026 um 14 Uhr am Hauptplatz in Wolkersdorf.

Hermann Hiebner von der Radlobby begrüßte Franz Stoiber, der Windradpionier Wolkersdorfs, der vor mehr als 30 Jahren mit Windmessungen begann und feststellte, dass Windräder im Weinviertel funktionieren würden.

Auf der Tour wurde die Energietransformation von der Kohle über Öl und Gas zu Photovoltaik und Windrädern durchradelt.

Nahe Bockließ erfuhr die Gruppe, dass Erdöl in Österreich seit 1934 wirtschaftlich gefördert wird und die Produktion seit 1970 rückläufig ist. Wie bei allen Energieformen ist es auch beim Erdöl so, dass es Fläche benötigt, wie man sieht. Eine Pumpe braucht ca. soviel Fläche wie ein Windrad. Das Rohöl wird in Pipelines in die Raffinerie Schwechat befördert, die so groß ist, wie 200 Fußballfelder. Von dort müssen die raffinierten Produkte erst mit Bahn oder LKW zu den Kunden transportiert werden. Mit Strom in Leitungen geht Energietransport viel einfacher, leiser und umweltschonender.

Bei einer Station am Dampfross-Drahtesel-Radweg erfuhren die Teilnehmer*innen, dass unter der Regentschaft von Maria- Theresia wegen extensiver Holznutzung das Forstwesen etabliert und Kohle forciert wurde. In Österreich gab und gibt es Braunkohlevorkommen in der Steiermark. Steinkohle wurde in der Monarchie in Tschechien gefördert. In Österreich wurde 1838 die Kaiser Ferdinands-Nordbahn eröffnet. Dort waren bis in die 70-iger des 20. Jahrhunderts Jahre Züge noch mit Dampfloks unterwegs.

Fritz Herzog, ein weiterer Windradpionier aus Wolkersdorf, schilderte, dass neue Windräder die 14-fache Strommenge wie das Drahdiwaberl produzieren. Durch die Erneuerung von alten Windrädern (Repowering) wird somit bei gleichem Flächenbedarf ein Vielfaches an Strom produziert. Fritz Herzog erklärte weiters, dass in den Wintermonaten mehr Wind weht als in den Sommermonaten. Windenergie und Photovoltaik ergänzen sich daher sehr gut. Damit Österreich nur von Strom aus erneuerbaren Energiequellen das Auslangen findet, werden Speicher unerlässlich sein. Die Entwicklung in den letzten Monaten und Jahren war hier extrem positiv.

Nach dem Zieleinlauf wurde beim Drahdiwaberl der 30. Geburtstag ausgiebig gefeiert.

Die Teilnehmer*innen waren zum Teil erstaunt über die Fakten und die Geschichte der Energietransformation, die eigentlich kein Ende findet. Die Entwicklung geht immer weiter.

Das tolle Wetter, die schöne Weinviertler Landschaft, interessante Fakten und Geschichten ein Jubiläum und die Feier der Windkraft Wolkersdorf, all das war Teil der gelungenen Veranstaltung, der Wolkersdorfer WindRADtour.

Wer Mythen und Fakten zu Windenergie nachlesen möchte, kann das hier machen.

Die Radlobby bedankt sich für die Unterstützung durch die ÖKOENERGIE und die Windkraft Wolkersdorf!

 

WindRADtour um Wolkersdorf
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