Groß war das Interesse am Expertentalk der Radlobby Melk am 21.10.2019 mit Prof. Dr. Michael Meschik, Universität für Bodenkultur/Institut für Verkehrswesen und seinen Vortrag „Radfahren in Melk – Zustand, Chancen & Potenziale“, in der Tischlerei .

DI Michael Meschik machte in seinem Vortrag sehr klar anschaulich: Von einer Verkehrsplanung, die das Radfahren und Gehen in den Fokus nimmt, profitieren alle und sie macht eine Stadt lebenswert. Und er machte das auch anhand konkreter Örtlichkeiten in Melk gut nachvollziebar.

Hier können die Folien des Vortrags, inklusive der Melk-Beispiele, nachgelesen werden.
(PDF ~14 MB)

Erfreulicherweise waren auch einige Gemeindepolitikerinnen und -politiker unter den 33 Zuhörenden in der Tischlerei, und damit Vertreterinnen und -vertreter der Zielgruppe, die Verbesserungen für das Radfahren und Gehen in Melk in die aktuelle Planung umsetzen können und müssen (Bürgermeister Patrick Strobl, die Stadträte Emmerich Weiderbauer und Jürgen Eder sowie die Gemeinderatsmitglieder Ashur Namrud, Christa Azodi, Heidi Niederer und Berta Höller-Kienegger).

In 3 Teilen näherte sich Michael Meschik dem Thema an:

  1. Warum Radverkehrsförderung?
  2. Wie Radverkehrsförderung?
  3. Radverkehrsförderung in Melk anhand konkreter Beispiele

Teil 1 „Warum Radverkehrsförderung?“ Es bringt persönliche Vorteile; ist ein wesentliche Faktor gegen das zunehmende Gesundheitsproblem Bewegungsmangel; wird von Kindern geliebt; trägt zu Senkung der hohen CO2-Emissionen aus dem Verkehr bei; und es hilft der Gesellschaft, Ausgaben für den Verkehr zu sparen, Bodenversiegelung und Flächenverbrauch einzubremsen.

Teil 2 Wie Radverkehrsförderung? Es wird Rad gefahren u.a. wenn es Freude macht, es als sicher empfunden wird, und es gute Abstellanlagen gibt. Sicher macht Rad fahren niedrige Geschwindigkeit wie Tempo 30; nötig sind auch ein Bekenntnis der Politik und ein Budget für den Radverkehr. Ein Schlüsselsatz: „Es geht nicht mehr darum, für verschiedene Verkehrsarten zu planen sondern lebenswerte Städte für Menschen zu schaffen.“

Teil 3 Radverkehrsförderung in Melk anhand konkreter Beispiele. Bestehende Mängel wurden bewusst gemacht und einfache, oft billige und auch rasch umsetzbare Lösungen, wie Radfahren gegen die Einbahn, aufgezeigt: etwa in der Wilhelm-Reich-Straße, Krankenhausstraße oder Lindestraße. Oder wo Fahrradstreifen Rad fahren in Melk sicherer machen würden: z.B. Wienerstraße/Friedhofberg; Adlmannsederstraße.

Nach dem etwa einstündigen Vortrag entwickelte sich eine rege Diskussion zwischen dem Publikum, den anwesenden Vertretern aus der Politik und dem vortragenden Experten Michael Meschik. Vor dem Vortrag fand bereits eine gemeinsame Melk-Befahrung (per Rad) mit Michael Meschik statt, um wichtige Punkte im Melker Straßennetz vor Ort mit dem Experten aus Sicht der Radverkehrsplanung zu diskutieren.

 Der Vortragender:

Ass.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Michael Meschik, Universität für Bodenkultur/Institut für Verkehrswesen, ist einer der erfahrensten Verkehrsexperten im Bereich Fußgänger- und Fahrradverkehr in Österreich, vielbeschäftigter Vortragender bei Kogressen international, Autor des Basiswerkes „Planungshandbuch Radverkehr“

Die Radlobby Melk dankt Martina Fürst/Fürst Möbel, die die Tischlerei Melk der Radlobby Melk kostenlos als Veranstaltungsort für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

 

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„Radfahren in Melk – Zustand, Chancen & Potenziale“ – Vortrag & Expertentalk
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